WOZU DIENT DAS STRETCHING?

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Dies ist unter Sportlern eine ewige Diskussion: Über Dehnübungen wird oft diskutiert. Sind sie effizient? Sollte man sich dehnen? Domyos klärt Sie zu diesem Thema auf.

 

Sollte man sich dehnen?

Seit einiger Zeit hört man oft sagen, dass Dehnübungen die sportlichen Leistungen behindern sollen. Auf einer Seite jene, die das Stretching verteidigen und behaupten, dass diese während des Aufwärmens den Muskelkater und das Verletzungsrisiko verringern, indem Sie die Muskeln lockern. Auf der anderen Seite die Anti-Stretching Anhänger die behaupten, dass Dehnübungen die Muskelkraft schwächen und das Auftreten von Verletzungen fördern sollen (indem sie die Muskulatur anfälliger machen).

 

Eines ist jedoch sicher: Die Diskussion gibt beiden Teilen recht. Tatsächlich ist, wenn Dehnübungen ohne Aufwärmen falsch durchgeführt werden oder wenn die Muskeln zu stark gedehnt werden, das Auftreten von Schmerzen und selbst Verletzungen wahrscheinlich. Werden die Dehnübungen unter richtigen Bedingungen durchgeführt werden, ohne die noch kalten Muskeln zu "schocken", sind sie vorteilhaft. Durch das Verringern der Muskelsteife ermöglichen es einige Stretchingübungen, die Bewegungen zu erweitern und in seiner Sportart leichter Fortschritte zu machen. Richtig durchgeführt fördern Sie die Flexibilität der Muskeln, verbessern die Haltung und das Gleichgewicht, beugen Verletzungen vor und ermöglichen ein besseres Körperbewusstsein.

 

Stretching vor oder nach dem Sport?

Auch hier gehen die Meinungen auseinander. Wenn einige Spezialisten die Dehnübungen während des Aufwärmens in Frage stellen und behaupten, dass diese die sportliche Leistung beeinträchtigen können, so betrifft das vor allem Athleten die nach Medaillen streben. Es scheint daher für all jene die gelegentlich trainieren nicht sinnvoll, Dehnübungen vor einer Sportaktivität wegzulassen.

 

Wenn Sie sich jedoch vor einer Sportaktivität dehnen wollen, wärmen Sie zuvor Ihren Körper auf, um ihn auf die Anstrengung vorzubereiten. Die Muskeln müssen gedehnt werden, nachdem sie aufgewärmt wurden, das heißt nachdem ihre Temperatur erhöht wurde, um sie flexibler zu machen. Man empfiehlt daher die sogenannten "aktiv-dynamischen" Dehnübungen, welche Muskeln, Sehnen und Gelenke auf die Anstrengung vorbereiten und es ermöglichen, während der Anstrengung die "Kraftspitze" nicht zu senken. Man versteht unter « aktiv-dynamisch » eine isometrische (statische) Anspannung während einiger Sekunden, gefolgt von einer "dynamischen" Phase (zum Beispiel Heben der Knie beim Dehnen der Schenkelstreckmuskeln oder der Schenkel).

 

Nach einem Workout ist ein Stretching gut, um jene Muskeln zu entspannen, die am meisten beansprucht sind. In der Tat bieten die sogenannten "passiven" Dehnungen nach einer Anstrengung ein echtes Lockern der Muskeln. Sie entspannen und ermöglichen eine bessere Erholung.

 

Wissenswert: Es ist wichtig, den Muskeln niemals soweit zu dehnen bis ein Schmerz verspürt wird und natürlich auch, die Dehnübungen der ausgeübten Sportart anzupassen.

 

Wie dehnt man sich?

Egal bei welchem Stretching (vor oder nach der Anstrengung), beachten Sie die Anweisungen unseres Trainers, Sylvain Baert.

 

  • Ihre Dehnungsübungen müssen etwa zehn Minuten dauern, für jede Muskelgruppe 2 Übungen.
  • Erweitern Sie progressiv die Amplitude jeder Dehnung, ohne Kraftanstrengung.
  • Das Dehnen erfolgt nur während des Ausatmens.
  • Führen Sie die Bewegungen in Ruhe durch, idealerweise ohne zu sprechen und so langsam wie möglich.
  • Wenn Sie sich zum Stretching auf den Boden legen, schließen Sie die Augen. Dies fördert die Muskelentspannung, die gefühlte Wirkung und die Anpassung (verbunden mit Entspannung ist das Stretching optimaler).
  • Führen Sie das Stretching nicht in einer Balance- oder Ungleichgewichtsposition durch, wie man dies oft sieht: Wenn Sie zum Beispiel stehen, dehnen Sie Ihren Schenkel indem Sie sich halten. Dies vermeidet, dass Sie ins Ungleichgewicht kommen und den Muskel anspannen, anstatt ihn zu dehnen.
  • Am Ende jedes Dehnens, nehmen Sie sich 10 Sekunden Zeit, um Ihre Glieder zu lockern.
  • Sobald der Körper aufgewärmt und gedehnt ist, hüpfen Sie am Platz. 
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