ICH BIN SCHWANGER: WELCHE SPORTART IST FÜR MICH GEEIGNET?

Vor Ihnen liegt ein wunderschönes Ereignis und für Sie steht außer Frage, dass Sie während dieser neun Monate weiterhin Sport treiben wollen? Kein Grund zur Sorge: Sport in der Schwangerschaft ist erlaubt! Allerdings sollte man sich seine Kräfte einteilen und einige Vorsichtsmaßnahmen beachten. Sie müssen lernen, Ihre Gewohnheiten umzustellen und Ihre sportlichen Aktivitäten anzupassen, damit Ihr Baby nicht unnötigen Gefahren ausgesetzt wird. Halten Sie sich an unsere Tipps, um die richtige Wahl zu treffen.

 

Sport und Schwangerschaft: Einschränkungen

Ein Baby zu erwarten sollte Sie nicht vor Bewegung abhalten! Allerdings sollte man wissen, dass eine Schwangerschaft nicht ohne Unannehmlichkeiten einhergeht: Müdigkeit, Kurzatmigkeit, Schwindel, Krämpfe, Blutdruckabfall ... Das sind die kleinen Übel, die in diesen neun Monaten kommen und gehen und ihren Organismus belasten. Der dicker werdende Bauch und das Gewicht des Babys führen zu Gleichgewichtsproblemen und sich zu bewegen wird beschwerlicher. Der in Mitleidenschaft gezogene Rücken und die schweren Beine schlagen den Frauen auf die Stimmung ... Darum ist oft Ruhe geboten!

 

Der richtige Sport für Schwangere

Die gute Nachricht: Es gibt Sportarten, die für Schwangere unproblematisch sind! Dazu gehört Gehen an der frischen Luft, Schwimmen oder Wassergymnastik, um sich sanft zu bewegen, Training auf dem Heimtrainer, um seinen Körper zu kräftigen, ohne dabei außer Atem zu kommen. Diese Sportarten sind gesund und ungefährlich in der Schwangerschaft, wenn man in Maßen trainiert. Lauf-Fans können ihrem Training bis zum fünften Schwangerschaftsmonat nachgehen. Allerdings nur im ebenen Gelände und in moderater Geschwindigkeit.

 

Im letzten Trimester ist der Körper einer Schwangeren anfälliger für Gelenk- und Bänderverletzungen. Um diese Art Unfälle zu vermeiden, sollten weniger Bewegungen gemacht werden, bei denen man sich stark dehnt, sondern lieber Sportarten, bei denen man sich nicht zerren kann (Laufband oder Heimtrainer, anstatt Waldspaziergänge). Beim Krafttraining sollten das Gewicht reduziert werden.

 

Einwände gegen körperliche Betätigung

In einigen Fällen darf man sich in und nach der Schwangerschaft nicht körperlich betätigen. Sollte Folgendes auf Sie zutreffen, so halten Sie umgehend Rücksprache mit Ihrer Hebamme oder Ihrem Gynäkologen.

 

  • Sie hatten eine Fehlgeburt

  • Sie hatten eine Frühgeburt

  • Es besteht bei Ihnen die Gefahr einer Frühgeburt

  • Sie haben eine tiefliegende Plazenta

  • Sie haben wiederkehrende Blutungen

  • Sie hatten Probleme mit dem unteren Rücken oder den Hüften

  • Sie leiden an Bluthochdruck

  • Sie erwarten Mehrlinge

 

Einen Gang runterschalten in der Schwangerschaft

Frauen stellen sich oft die Frage: Muss ich in den einzelnen Phasen der Schwangerschaft einen Gang runterschalten? Die Antwort lautet: Ja. In der Schwangerschaft Sport zu treiben, bedeutet auf jeden Fall, auf seinen Körper zu hören und langsamer zu machen, wenn das Baby es verlangt. Wenn Sie vor der Schwangerschaft aktiv waren, stellt sich das Bedürfnis ganz von selbst ein, moderater zu trainieren: Durch Ihr Gewicht und den zunehmenden Bauchumfang werden Sie Ihr Tempo anpassen. Im ersten Schwangerschaftstrimester ist es wichtig darauf zu achten, dass Sie nicht überhitzen. Im zweiten Trimester sind unbedingt längere Übungen im Stehen zu vermeiden, denn dadurch kann der Blutfluss zu Ihrem Kind reduziert werden.

 

Ein guter Anhaltspunkt

Um zu wissen, ob Sie zu viel gemacht haben, kann Ihnen Folgendes helfen, um beim Training auf der sicheren Seite zu sein: Führen Sie Ihre Übungen mit einer 60%igen Herzleistung in der Schwangerschaft aus.

Hören Sie auf jeden Fall umgehend mit dem Training auf, wenn Ihnen schwindelig ist, Sie kurzatmig werden, Sie sich unwohl fühlen, wenn Sie Blutungen haben, Schmerzen beim Gehen haben, Wehen haben, ungewöhnlich wenig Kindsbewegungen spüren.

 

Die Ratschläge Ihres Trainers zur Trainingsumstellung

Um zu lernen, wie man seine körperliche Betätigung in der Schwangerschaft umstellt, befolgen Sie die Ratschläge von Amandine, Trainerin im Domyos Club. Befolgen Sie diese Regeln, um ganz ohne Risiko zu trainieren. Vergessen Sie auf jeden Fall nicht, den Rat Ihres Arztes einzuholen, um mit dem Sport (wieder) anzufangen.

 

  • Trainingsintensität verringern => Anhaltspunkt: Beim Training sprechen können

  • Überhitzung vermeiden

  • Aufprall/Stöße vermeiden

  • Bauchmuskeln nicht anspannen

  • An regelmäßiges Trinken denken

  • Gewichte beim Krafttraining verringern

 

Sport im Fitnesscenter

Wenn Sie sich an die Empfehlungen Ihres Trainers halten, können Sie gewissermaßen alles machen! Im Fitnessraum sollten Sie den Stepper, den Crosstrainer, die Rudermaschine und den Heimtrainer am ehesten benutzen. Was Fitnesskurse anbelangt, so können Sie in Tanzkurse gehen, aber die Trainingsintensität entsprechend anpassen oder Anfängerkurse besuchen, um das Tempo zu verringern.  Sanfte Gymnastik (Yoga, Pilates, Stretching) ist sehr zu empfehlen. Lassen Sie Bauchmuskel- oder Kräftigungsübungen mit Belastung aus.

Und zu guter Letzt: Weisen Sie den Kursleiter immer vor Beginn jeder Stunde auf Ihre Schwangerschaft hin!

 

Wissenswertes: Entscheiden Sie erst nach Rücksprache mit einem Arzt, ob Sie Sport treiben können oder nicht. 

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